Natur

Hindeloopen liegt in der Nationalen Landschaft Südwest-Friesland und ist Teil der IJsselmeerküste und grenzt an:

Das IJsselmeer
Das IJsselmeer ist ein langgestreckter, durchschnittlich 4-5 Meter tiefer Binnensee. Entstanden ist das IJsselmeer erst im Jahr 1932 durch den Bau des 29 km langen Abschlussdeichs (Afsluitdijk), an einer der schmalsten Stellen der ehemaligen Zuiderzee. Das IJsselmeer war und ist sehr nährstoffreich. Im Winter gehört das IJsselmeer zusammen mit dem Marker- und dem IJmeer zu den wichtigsten Süßwasserseen für Tauchenten und Gänsesäger im gesamten Nordwesten Europas.

Außer Tauchenten die am IJsselmeer vor allem von Wandermuscheln, auch Zebramuscheln genannt, leben, besteht die Vogelwelt vor allem aus Fischfressern wie Kormoran, Gänsesäger, Flussseeschwalbe und Trauerseeschwalbe. Das Gebiet gehört ,in den Niederlanden zu den wichtigsten Lebensräumen für das Tüpfelsumpfhuhn, die Flussseeschwalbe (Brutvogel), den Zwergsäger, den Kampfläufer, die Raubseeschwalbe und die Trauerseeschwalbe (kein Brutvogel). Als Ruhezone für Vögel und als Rückzugsgebiet für Haubentaucher in der Mauser (zeitweise mehr als 10000 Vögel) spielt dieses Gebiet eine sehr wichtige Rolle.

Naturreservat „Stoenckherne“
Eingebettet zwischen Hindeloopen und Workum liegt das Naturreservat ‚Stoenckherne‘, außerhalb des Deichs findet man Riedsumpf, nasses nährstoffarmes Grasland und Schlick. Innerhalb des Deiches liegt das „Workumer Nieuwland“, dieses besteht auch aus Riedsumpf, nassem kargen Grasland und Schlick. Darüber hinaus findet man dort intensiv bewirtschaftete Äcker und Weideland. Es ist ein wasserreiches Paradies für Naturliebhaber. (Quelle: Vogelschutzbund der Niederlande)

„Bocht van Molkwerum“ (dt. Bucht von Molkwerum)
Das „Frieske Gea“ (Naturschutzbund Friesland) legte 1995 entlang der Küste des IJsselmeeres in der Bucht von Molkwerum einige künstliche Inseln an. Seitdem wechseln sich karges Grasland, Ried, Reisig und aufgespritzte Sandbänke ab. Die künstlich angelegten Sandbänke sind vor allem für die Kampfläufer sehr wichtig. Der Kampfhahn brütet gerne auf dem Boden und im April übernachten dort manchmal mehr als 15 000 dieser Vögel. Der Regenpfeifer, der Sandregenpfeifer, der Säbelschnäbler und Koloniebrüter wie die Flussseeschwalbe, die Lachmöwe und die Silbermöwe sind weitere feste Bewohner. Auch einige besondere Pflanzen finden hier eine neue Heimat. Zu diesen Pionieren gehören unter anderem das schöne Tausendgülden- oder Federkraut, der Wiesenlein und das zierliche Mastkraut.

Auf den gemähten Flächen brüten in der Bucht von Molkwerum viele Wiesenvögel, hierzu zählen auch die Knäkente und der Kiebitz. Auch die Schafstelze fühlt sich hier zu Hause. Die Riedfelder und die Riedkrägen bieten Enten, Rohrweihen und auffallend vielen Bartmeisen einen sicheren Unterschlupf. Auch den Teichrohrsänger, den Schilfrohrsänger und die Rohrammer können Sie hier sehen und hören. In großen Kolonien brüten hier die Haubentaucher.

Die Bucht von Molkwerum ist nicht frei zugänglich. Von der Vogelbeobachtungshütte aus hat man einen guten Überblick über das gesamte Gebiet. Die Hütte erreichen Sie wenn Sie aus Molkwerum kommend dem Deich folgen. Informationstafeln finden Sie entlang des Deichs und auch in der Vogelbeobachtungshütte. Am Noorderdijk bei Molkwerum befindet sich etwa auf Höhe der Vogelbeobachtungshütte ein Parkplatz. (Quelle: It Fryske Gea)

Nationale Landschaft Südwest Friesland

Agenda

Es gibt derzeit keine anstehenden Veranstaltungen.

(Nederlands)